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Norwegens 5 größten Städte

Oslo, die Hauptstadt Norwegens mit gut 500.000 Einwohnern liegt direkt am Oslofjord. Im Sommer tummelt sich alles hier in den kleinen Buchten zum Baden und auf Booten übers Wasser, im Winter zieht es die Osloer in die Nordmarka, das Naherholungsgebiet der Stadt mit endlosen Langlaufloipen. Die Stadt scheint in langen warmen Sommernächten geradezu zu pulsieren. Alles ist auf den Beinen und genießt jede Sekunde, die man draußen sitzen kann. Kultur ist ein Wahrzeichen der Stadt, Sommerkonzerte und -veranstaltungen finden zahlreich statt und ein Regentag in Oslo ist genau der richtige Moment um sich in eines der interessanten Museen zu flüchten. Unvergleichlich ist die Winterstimmung in Oslo. Mitten auf der Flanierstraße wird ein Springbrunnen geflutet und als Schlittschuhbahn genutzt, Lichter und Dekorationen machen die dunkle Jahreszeit anheimelnd und warm. Von hoch oben schaut das königliche Schloß über das Treiben auf der Karl Johans Gate und spektakulär wird es in der Stadt während der Wintersportveranstaltungen an der Holmenkollen Skisprungschanze.

Bergen wird auch die Hauptstadt des Fjordlandes genannt. Sie liegt rund 500 km westlich von Oslo und ist mit 230.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Norwegens. Ausgezeichnet wird die Stadt durch ihre Lage und maritimer Atmosphäre. Zum Landesinneren von einem Halbkreis aus sieben Bergen begrenzt, zur Seeseite durch vorgelagerte Inseln und Schären geschützt, war Bergen schon immer ein idealer Platz um von hier aus Handel zu betreiben. Das alte Bergen war überwiegend aus Holz gebaut, Brände haben die Stadt aber immer wieder zerstört, zuletzt 1916. So begann man nach dem 2. Weltkrieg ausschließlich Steinhäuser zu bauen. In der Altstadt finden Sie aber noch die alten weißen Holzhäuser, die so typisch sind für Norwegens Küstenlandschaften. Es herrscht reges Leben und internationales Flair auf den Straßen und dem täglichen Fischmarkt. Mit dem Boot können Sie wunderschöne Ausflüge ins Fjordland unternehmen, in den Bergen gibt es einladende Wanderwege und natürlich hat auch die Stadt selbst zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Täglich verläßt ein Schiff der Hurtigruten den Hafen mit Waren und Passagieren, die in den Norden des Landes möchten, täglich kommt von dort auch wieder ein Postschiff hier an. Früher war diese Schiffsverbindung die wichtigste Verkehrsader zwischen Süd- und Nordnorwegen.

Trondheim ist die drittgrößte Stadt des Landes mit rund 140.000 Einwohnern. Geschichtlich gesehen ist Trondheim für Norwegen sehr wichtig gewesen. Als sie noch "Nidaros" hieß, war sie die erste Hauptstadt Norwegens und sein erstes und einziges religiöses Zentrum bis ins 16. Jhd. Im Mittelpunkt dieser Stadt steht der imposante Nidarosdom und der Bischofssitz. Es gibt große Paradestraßen mit ehrwürdigen Häusern, die Stadt ist an Wochentagen rege und lebendig, am Wochenende scheint es eher, die Bürgersteige seien hochgeklappt. Einige schöne Sehenswürdigkeiten können Sie im Zentrum und am Stadtrand besichtigen. Entlang des Flusses reihen sich bunte Speicherhäuser aneinander und kleine Gassen laden abseits vom Zentrum zu einem schönen Spaziergang ein.

Stavanger wurde 1125 gegründet und ist mit 109.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt des Landes. Mit seiner Gründung wurde Stavanger auch Bischofssitz und so wurde im selben Jahr der Bau des Doms begonnen. Heute ermöglicht die Stadt einen Blick auf das traditionelle wie auch das ganz moderne Norwegen: Einerseits findet man die Altstadt "Gamla Stavanger" mit 173 gut erhaltenen Holzhäusern aus dem späten 18. Jh. und frühen 19.Jh. Die Innenstadt lädt mit ihren engen Gassen zum Einkaufsbummel ein, und bunte Speicherhäuser zeugen von den großen Tagen der Schifffahrt und Fischerei. Gleichzeitig ist Stavanger aber auch das Zentrum der norwegischen Ölindustrie, wie man nicht zuletzt im Öl-Museum sehen kann. Cafés, Restaurants und Galerien zeigen ein lebendiges und einladendes Stadtbild. Zudem liegt Stavanger eingebettet in wunderschöner Natur: zahlreiche Inseln wie auch der Lysefjord und der Nordseeradwanderweg laden zu einem Besuch ein. Ein Höhepunkt ist die Wanderung zum "Preikestolen".

Tromsö ist die Stadt in Nordnorwegen, in der man unbedingt ein paar Tage verbringen sollte. Hier lebt man und rühmt sich seiner großen Kneipentradition. Das nördlichste Bier der Welt wird hier gebraut. Der Gründer von "Mack Öl" war übrigens ein Deutscher! In Tromsö leben ca. 57.000 Einwohner, ca. 13.000 davon sind Studenten und Schüler. An den Fakultäten der nördlichsten Universität Norwegens können spannende Dinge studiert werden, z.B. Nordlicht-Forschung, Samische Kultur und Arktische Medizin. Tromsö ist eine alte Eismeerstadt, von der aus viele Arktisexpeditonen gestartet wurden, u.a. von Roald Amudsen. Außerdem gibt es hier viele Anknüpfungspunkte an die samische Kultur. Im Tromsö Museum empfiehlt sich eine deutschsprachige Führung, da die Exponate zum größten Teil gleichberechtigt auf Samisch und auf Norwegisch beschrieben sind. Im Sommer taucht die Mitternachtssonne die Stadt in warmes Licht und im Winter hat man in Tromsö die größten Chancen darauf, das Nordlicht zu sehen. Übrigens werden auf den Hauptstraßen im Winter die Bürgersteige geheizt!